Commerzbank will weiter Vollzeitstellen streichen




Frankfurt/Main (dpa) - Seit seiner Beförderung an die Commerzbank-Spitze hat Martin Zielke einiges in Bewegung gesetzt. Mit dem Abbau Tausender Stellen und einer schlankeren Aufstellung will der Manager den teilverstaatlichten Dax-Konzern fit machen für die Zukunft. Doch Hoffnung auf große Sprünge beim Überschuss macht der Vorstand vorerst nicht: Nach dem herben Gewinneinbruch im vergangenen Jahr erklärte Zielke 2017 und 2018 zu Umbaujahren. Ob auch die Aktionäre überzeugt sind, dass das Management die Weichen richtiggestellt hat, wird die Hauptversammlung an diesem Mittwoch (3.5.) zeigen - fast auf den Tag genau ein Jahr nach Zielkes Amtsantritt.

 


Das Aktionärstreffen vor einem Jahr hatte mit großer Euphorie begonnen: Der erste Milliardengewinn seit fünf Jahren und die erste Dividende seit der Finanzkrise 2007/2008 nährte bei den Anteilseignern die Hoffnung auf ein Ende der langen Durststrecke. Ursprünglich wollte der Vorstand nahtlos an diese letzte Bilanz des damaligen Konzernchefs Martin Blessing anknüpfen, musste seine optimistische Prognose aber bald zurücknehmen.

Inzwischen ist die Commerzbank, die in der Krise mit Staatsmilliarden gerettet wurde und an der der Bund immer noch gut 15 Prozent hält, meilenweit von einem erneuten Milliardengewinn entfernt. Konzernumbau und Zinstief schrumpften den Überschuss des Instituts im vergangenen Jahr um drei Viertel von knapp 1,1 Milliarden Euro im Vorjahr auf 279 Millionen Euro. Nach der Mini-Dividende von 20 Cent je Anteilsschein für das Geschäftsjahr 2015 ist eine erneute Gewinnausschüttung vorerst gestrichen. Die Dauerkrise in der Schifffahrt ist für die Commerzbank - wie für andere Kreditgeber auch - eine zusätzliche Belastung, denn viele Reedereien können ihre Kredite nicht zurückzahlen.

Zielke selbst zeigte sich «mit der Ergebnisqualität noch nicht zufrieden». Doch der Umbau braucht Zeit. Bis zum Jahr 2020 sollen 9600 Vollzeitstellen gestrichen werden, voraussichtlich aber noch nicht in nennenswertem Umfang in diesem Jahr. Zum Jahresende 2016 waren im Commerzbank-Konzern 49 941 Mitarbeiter beschäftigt, auf Vollzeitkräfte umgerechnet lagen die Kapazitäten bei 44 267.

Auf Kurs sieht sich die Commerzbank bei ihren Wachstumsplänen im Geschäft mit Privat- und kleineren Firmenkunden. Von Januar bis einschließlich März kamen nach jüngsten Angaben von Privatkundenvorstand Michael Mandel unter dem Strich 151 000 Privatkunden hinzu. Entsprechend nahmen auch die Einlagen, das Baufinanzierungsgeschäft und das Ratenkreditneugeschäft zu.

«Ich gehe davon aus, dass wir unser Ziel von 12,5 Millionen Kunden bis zum Jahresende 2017 erreichen werden», sagte Mandel. Bis 2020 will die Commerzbank zwei Millionen zusätzliche Kunden gewinnen. Seit Bekanntgabe der Pläne im Herbst hat das Geldhaus netto 288 000 Kunden angezogen. Die gesamte Zwischenbilanz für das erste Quartal 2017 will die Commerzbank am 9. Mai veröffentlichen.



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