Philip Morris und Bosch schaffen mehr als 1000 zusätzliche Jobs in Dresden




Zwei Schwergewichte wollen insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro in Sachsen investieren. Für Dresden sollen dabei neue Fabriken mit mehr als 1000 zusätzlichen Arbeitsplätzen herausspringen.

Dresden/Berlin (dpa) - Gleich zwei weltweit tätige Unternehmen investieren große Summen in Sachsens Landeshauptstadt Dresden. Neben dem Automobilzulieferer Bosch, der dort rund eine Milliarde Euro in eine neue Chipfertigung stecken will, kündigte auch der US-Tabakkonzern Philip Morris den Bau einer neuen Fabrik an. Für die Stadt sollen die Projekte mehr als 1000 neue Arbeitsplätze bringen. «Es zeigt, wie attraktiv der Standort Sachsen für bedeutende international tätige Unternehmen ist», sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Montag.


 

Für Bosch ist es die größte Investition der Firmengeschichte. Das neue Werk soll ab 2021 Chips für vernetzte Geräte und die Industrie, besonders die Autobranche, produzieren. Es soll 700 Menschen Arbeit geben.

Tillich sprach von der «nächsten guten Entscheidung für Europas führenden Mikroelektronik-Cluster hier bei uns in Sachsen». Neuartige Produkte für vernetzte Geräte im Internet der Dinge und Industrie 4.0 seien mit die wichtigsten Themen in der Mikroelektronikbranche. In der sächsischen Landeshauptstadt bauen bereits Konzerne wie Infineon und Globalfoundries ihre Chips.

Dresden habe sich gegen andere Standorte durchgesetzt, sagte Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel bei der Vorstellung der Pläne in Berlin. «Wir haben wirklich weltweit geschaut und uns dann entschieden für Dresden.» Der Bund wird das Projekt in den kommenden drei Jahren mit bis zu 200 Millionen Euro fördern.

Ganz ohne Förderung wird Philip Morris beim Bau seiner Fabrik auskommen. Der US-Tabakkonzern steckt 320 Millionen Dollar (knapp 290 Mio Euro) in die neue Fertigung. Ab 2019 sollen in Dresden rund 500 Beschäftigte Tabaksticks für das elektrische Tabakerhitzersystem IQOS produzieren.

«Die Investition ist ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg in eine rauchfreie Zukunft», erklärte Stacey Kennedy, Vorsitzende der Philip-Morris-Geschäftsführung. Der Marlboro-Hersteller, der in Dresden bereits die f6-Cigarettenfabrik betreibt, will mit dem neuen Produkt nach eigenen Angaben die Nachfrage nach potenziell weniger schädlichen Alternativen zu Zigaretten bedienen.

Anders als beim Rauchen einer Zigarette wird beim IQOS-System Tabak nicht verbrannt, sondern nur erhitzt und dabei ein Dampf erzeugt, der geschmacklich dem Rauch der Zigarette ähneln soll.



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